Mal ehrlich: Stöckelt Ihr bei Schnee und Eis mit High Heels aus dem Haus? Oder tragt Ihr doch lieber propere Boots mit Profil?

Auch euer motorisierter Partner braucht passende Winterpatschen – ihr habt also hoffentlich seit Anfang November die Winterreifen auf den Felgen eurer Karosse. Ist zwar nur bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen verpflichtend (und derzeit bricht ja grad der zweite Frühling 2014 aus), jedoch: sicher ist sicher.

Damit euer Vehikel für Väterchen Frost gerüstet ist, hier ein paar Tipps!

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Gut vorbereitet

  • Aufladen – falls die Batterie schon ein wenig zögerlich anspringt: Lasst sie überprüfen, aufladen oder gegebenenfalls austauschen.
  • Frostsicher – Frostschutz gehört in Kühlwasserbehälter und Scheibenwaschanlage; danach gleich die Pumpe der Scheibenwaschanlage betätigen, damit die Antifrostmischung auch in die Leitungen und Düsen gelangt
  • EinschmierenDichtungen mit Hirschtalg, Silikon oder Glycerin bzw. entsprechenden Mitteln aus dem Fachhandel einschmieren. Dadurch frieren vor allem ältere Gummilippen von Türen und Kofferraum nicht so leicht am Blech fest.
  • Ausbessern – kleine Kratzer im Lack mit Lackstift ausbessern, damit Nässe und Salz keine Korrosionsschäden verursachen können
  • Griffbereit – legt euch Schneebesen, Eiskratzer, warme und wasserdichte Handschuhe (oder auch Schneebesen mit Handschutz) und Schneeschaufel parat – idealerweise nicht nur im Auto ; in die Handtasche (und nicht ins Fahrzeug!) Türschlossenteiser; wer besonders vorsorglich ist und ein älteres Modell fährt: Starthilfekabel!
  • Zudecken – wer sich einen Teil des Schabens, Kratzens & Co ersparen will: Abdeckfolie auf die Windschutzscheibe

 

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Vor der Fahrt

  • Wettervorschau – informiert euch idealerweise bereits am Vortag via App, TV oder Radio über die Wetterlage; bei Schlechtwetter: Staus und Verspätungen einplanen und deutlich früher starten
  • Testfahrt – probiert aus, wie sich euer Fahrzeug bei Nässe, Schnee und Eis verhält; am besten in einem der Fahrzentren der Autofahrerclubs oder (wenn möglich) an einem Sonntag auf einem freien großen Parkplatz eines Einkaufcenters

 

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Bei Fahrtantritt

  • Freie Sicht – Scheiben und Kennzeichen freikratzen (müssen gut sichtbar sein!); bei längeren Fahrten zwischen durch Leuchten und Kennzeichen reinigen, da diese auf matschigen Straßen bereits nach einer halben Stunde um mehr als 60 % verschmutzen können
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  • Rücksicht – Karosserie von Schnee und Eis befreien, um zu vermeiden, dass sich Brocken während der Fahrt lösen und andere Verkehrsteilnehmer beeinträchtigen
  • Ausziehendicke Winterjacken hinterm Steuer sind tabu, da sie die Wirkung des Sicherheitsgurtes beeinträchtigen können
  • Patsch Fussi z’samm – Stiefel und Schuhe abklopfen, da Schnee und Eis auf den Sohlen die Pedalarbeit und damit die Sicherheit beeinträchtigen können (Abrutschgefahr!)
  • Eing’schneit – sitzt der Göttliche Gefährte im Schnee fest, lässt er sich durch kontrolliertes Schaukeln befreien. Dazu Räder gerade stellen und das Fahrzeug im zweiten Gang herausschaukeln; die Vorwärtsbewegung jeweils für erneutes Gasgeben nutzen

 

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Während der Fahrt

  • Runter vom Gas – bei nasser Fahrbahn sollte man das Tempo um 30, bei Schnee um 50, bei Eis um 70 % reduzieren. Somit bleibt die Bremsweglänge ähnlich jener bei trockener Fahrbahn
  • Auf Distanz – haltet großzügigeren Abstand zum Vorderauto; Faustregel gibt es keine, mit zwei bis drei Sekunden seid ihr meistens auf der sicheren Seite
  • Routenplaner – überdenkt eure Route: Hauptverkehrswege sind eher und früher schneefrei als schmale Nebenstraßerln