Der VW up! im Autofrau-Test. Überaus flink, recht keck und kess, raum-reich und einfach schnuffig. Der prädestinierte Stadt-Spezi.

Text & Bild: Petra Mühr

In Test über Kleinstwagen schreibe ich meist, dass dies an sich nicht meine bevorzugte Fahrzeugkategorie ist – kleine Rennsemmeln und Designknutschkugeln ausgenommen – weil ich Autos fast immer zu mehr benötige als von E nach K zu kommen und Kleinstwagen selten mehr vermögen, als einen eben von E nach K zu karren.

Sie sind nicht gerade Langstreckenspezialisten, selten sehr geräumig und oft ein bisserl schwach auf der Motorbrust.

Wenn also ein solcher bezaubernder Kleinstwagen mit knappen 75 PS vorfährt, der Vorgänger-Testwagen zufällig grad ein Sport-SUV vom Feinsten mit über 250 PS war, dann hat’s  der Kleine im Normalfall noch ein bisserl schwerer, mich von seinen Qualitäten zu überzeugen.
Nicht so der VW up!.

Hast Du Töne!

Schnittig sieht er aus mit seinen Rallystreifen, pfrömmt mit seinem knurrigen Dreiliter-Motor  mit ebenjenen 75 PS lustig los und sticht frech und flink durch die Stadt.

Vor allem im unteren Drehzahlbereich macht sich der Kleine echt manierlich!

Zudem ist er (außen und innen deutlich erkennbar) mit dem beats-Paket ausgestattet, sprich einem 300-Watt-Soundsystem  mit sieben gut verteilten Premium-Lautsprechern inklusive Subwoofer, weshalb „I can’t stand it“ von Eric Clapton  ziemlich satt und rockig rüberkommt.

Meine Söhne stellen zwar kurz darauf fest, dass sie sich vom Sound mehr erwartet hätte, wenn’s denn ein solches Spezial-Sound-Paket gibt – aber mit deren Lautstärken und vor allem Musikauswahl kann und will ich sowieso nicht mithalten. Für mich und Eric war das beats-Ensemble up!solut passend.

Na prack

Außergewöhnlich sind Raum und up!lagemöglichkeiten, die der Miniatur-VW auf kleinster Fläche bietet. Daher, auch wenn das Wort mittlerweile ein wenig up!genutzt erscheint: Der neue up! ist wahrlich ein „Raumwunder“! Auf den Vorder- und Hintersitzen und auch im Kofferraum.

Ordentlich pfiffig

ist das Infotainment-Paket. Verpackt in einem scheinbar herkömmlichen Radio, lässt sich mit der passenden App und dem Smartphone navigieren – auch offline – oder Freisprechen.

Sensationell finden wir das Einparken: Auf den Millimeter genau lässt sich das Schnuffi platzieren, da durch das senkrechte Heck jedes Manöver zum Kinderspiel wird.
Ein weiterer Grund, warum der up! ein perfekte Stadtbegleiter ist!

Kurz und bündig

  1. Was er ist
    Ein alertes und adrettes City-Schnucki, das in höherer Motorisierung wohl auch für die Längerstrecke taugt. Mit 75 PS und beats-Package empfiehlt er sich jedoch primär für den urbanen und/oder Kurzstrecken-Kunden.  
  2. Was er kann
    Anständig im Verbrauch. Ausreichend gut ausgestattet, sehr fesche Sitze aus Alcantara-Stoff-Mix (mit Sitzheizung!). Nichts für Rückbänkler, da die hinteren Fenster nur aufzuklappen sind. Praktisch ist der zweibödige Kofferraum. Pfundig sein Vortrieb im unteren Drehzahlbereich.

  3. Was uns besonders gefällt
    – das simple Einparken mit dem kleinen Raumzauberer
    – schlauer, dennoch simpler Getränkehalter
  4. Was wir gerne hätten
    – eine Abdeckung für den Schminkspiegel: bei Sonnenlicht blendet das extrem
    – eine schwenkbare Handyhalterung
  5. An der Zapfsäule
    laut NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) 4,1 l und in unserem Test 5,8 l
  6. Alle detaillierten Infos über den VW up! findet Ihr hier.

Daten und Fakten

   
VW up!
Comfort BMT
Leistung 75 PS (55 kW)
Getriebe 5-Gang Schaltgetriebe
Ø Verbrauch / CO2 4,1 l Benzin  / 96 g
Preis (Einstiegs-/Testmodell) € 10.990,– / € 15.464,–
Steuer (in €, monatlich) 21,82
   

Unser Best Song4Car kam von Eric Clapton: I can’t stand it.

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