Auch bei Süd-, Ost- oder Westbrise. Das Audi A3 Cabrio. Sollte also die eine oder andere Luftströmung der Grund sein, warum Ihr bis dato trotz immenser Lust und Liebe immer noch nicht mit einem Offenen hantiert: Das Audi A3 Cabrio ist eine lüfterlfreie Zone.

Ich brüstete mich ja gern damit, bei jedem Wetter hingebungsvoll Cabrio oder Roadster zu fahren.
Und hatte und habe demnach die größte Freude, wenn ein Cabrio oder Roadster als Testauto parat steht – obwohl ein ebensolcher in meiner Garage wohnt, damit ich die offene Leidenschaft und den unverschlossenen Enthusiasmus jederzeit ausleben kann.
Aber bekanntlich wächst nicht nur das Gras auf der anderen Seite immer grüner, sondern sind auch die Cabrios und Roadster, die man nicht sein eigen nennt, meist interessanter.

In jedemFall ist es das schönste Fahrgefühl, wenn das Dachl weg ist:
Du erlebst die Landschaft intensiver, das Fahren konzentrierter … da können der steilste Sportflitzer und der geilste Geländekraxler in ihren Garagen bleiben, wenn es die Möglichkeit zum Offenfahren gibt.

Naja … konnten.
Heuer wurde mir bewusst, dass winterliches Roadstern bislang eine recht leichte Übung war. Die urbanen Kühl-Saisonen waren heiter und gemäßigt.
Wenn Schnee fiel, dann nur wenig und nur kurze Zeit.
Wenn es kalt war, dann nur kurz und nicht allzu sehr.

Dieser Winter hingegen ist seit etwa acht Jahren der erste in unseren Gefilden, der dauerhaft popschkalt ist.
Und ich war sehr, sehr sehr froh, dass ich dass absolut attraktive Audi A3 Cabrio Ende November/Anfang Dezember 2016 und nicht Jänner 2017 unterm Allerwertesten hatte.

Dieser Tage hätte ich viel weniger oft bis gar nicht das Dach auf und zu gemacht, als im spätherbstlichlauen Frühdezember – und das wäre schade gewesen, da dieser Auf- und Zu-Mechanismus durchaus spektakulär anzusehen ist:

Sitzheizung an oder nicht an, verwirbelungsfreies Cockpit oder nicht: Bei dauerhaften –6 bis –10 Grad kann sogar mir passionierter Roadsterette (© Petra Mühr) jedes Dachl g’schlossen bleiben.

Bei +8 hingegen, die beim Fotoshooting herrschten, ist Cabriolieren einfach nur cool!

© PM

Womit wir wieder beim A3 sind, der auch „zu“ ein Aufreißer ist:
Sogar mit seinem Antrieb zieht er stets alle Blicke auf sich, da er sich dank Vorderradantriebs so gut wie nach jedem Halt bei Stopptafel und Vorrang-Geben-Schild mit qietschend-rauchenden Reifen in Bewegung setzt, wenn frau ein bisserl zügiger anfährt.
Wer das mag, wird sich freuen, wir hingegen hätten noch mehr Freude an einem Quattro-Cabrio.

Ansonsten betört der aufgeschlossene A3 mit seinen Formen, Features und Finessen. Außen …

© PM

… wie innen …

© PM

… hier ganz besonders das virtuelle Cockpit. Im Armaturenbereich hinter/unter dem Lenkrad lässt sich beispielsweise die komplette Navigationslandkarte hineinspielen …

© PM

© PM

… diese Map-Anzeige ist einfach mega! Mit Google Street View, mit einem Röllchen stufenlos vergrößerbar, bis zu 1:30. – I like!

Wie überhaupt das gesamte Auto.
Daher – auch wenn das mein Roadster in der Garage nicht gern liest oder hört: Vor den Vorhang mit diesem Audi A3 Cabrio!

Kurz und bündig

  1. Was er ist
    Die offenherzige oder auch nackige Variante des Audi A3. Natürlich nur auf Befehl, ansonsten ein echter A3, eben mit Stoff- anstelle von Eisenhut. Perfekt proportioniert, edel, elegant und effizient. Mit überaus großzügigem Kofferraum und einer für Mittelbeinige geeigneten Rückbank.
  2. Was er kann
    Satt und straff liegt das A3 Cabrio in jeder Kurve, Geraden und Lebenslage auf der Straße. Fahrwerk und Fahrmodus sind je nach Geschmack und Straße einzustellen, à la efficiency, comfort, automatic, dynamic oder individual.
    So gestaltet sich auch Autobahnfahren weder fad noch laut mit dem A3. Dank des „vollautomatischen Akustikverdecks“– das Stoffdach ist mit einer zusätzlichen Schicht gedämmt – kann man, so schnell man darf, über die Autobahn rasen und fühlt sich dennoch wie in einem „normalen“ Auto mit Stahldach. Dazu die Adaptive Cruise Control, bei der der Audi auf Knopfdruck das aktuelle Tempo übernimmt, sich ans Vorderauto dranhängt und brav den Abstand einhält – ideal für Langstrecken.
    Am und im Cockpit fasziniert neben seiner Funktionalität, wie sich mit der Farbe Schwarz, dem Audi-Logo und gebürstetem Stahl und wenigen Applikationen ohne Schnickschnack ein dermaßen sportliches, schickes und dynamsicher Pilotinnenkanzel gestalten lässt.
    Allein der Schaltknauf …

    © PM

    … einfach nur fesch.
    Einparkhilfe, virtual Cockpit, lichtpaket S line Sportpaket und eine Extras sind fein, jagen aber den Preis auf fette 54.000,–.
  3. Was uns besonders gefällt
    – das Lenkrad liegt perfekt in den Händen
    – dass man das Display in der Mitte versenken kann

    © PM

    – die fantastischen Assistenzsysteme: Tempowarnung, Abstandswarner, Audi Presense, Pausenempfehlung etc.
  4. Was wir gerne hätten:
    mehr PS und eine elektronische Sitzverstellung stünden dem schnieken Unverdeckten eindeutig besser
    – das Touchpad ist eher etwas für Kaligraphen und mir zu ungenau
  5. An der Tanke:
    laut NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) 4,7 und in unserem Test … uupps, üppige 7,8, was wohl daran lag, dass wir alle Heizsysteme auf Vollgas laufen ließen und der Motor auch meist auf Hochtouren lief.
  6. Alle detaillierten Infos über das Audi A3 Cabrio findet Ihr hier.

Daten und Fakten

   
AUDI A3 CABRIOLET
1.4 TFSI COD u. SPORT
Leistung 150 PS (110 kW)
Getriebe 7-Gang-S tronic
Ø Verbrauch / CO2 4,7 l Benzin  / 109 g
Preis (Einstiegs-/Testmodell) € 33.850,– / € 54.600,72
Steuer (in €, jährlich) 658,44
   

Der „Best Song 4 car“ ist diesmal ”Face The Day“ von Natália Kelly: