Autofahren war gestern, Digital Driving ist morgen. Das Auto wird zum digitalen Lebensraum, wie vor kurzem auf der weltweit größten Messe für Unterhaltungselektronik, der CES (Consumer Electronics Show) gezeigt worden ist.
Den großen Trends der Automobilindustrie

  • Elektrifizierung der Fahrzeuge
  • gemeinschaftliches Nutzen
  • Vernetzung des Autos bzw. automatisiertes Fahren

tragen die großen Hersteller umfassend Rechnung – alle hier vorzustellen würde ein gesamtes Magazin füllen. Ein paar interessante haben wir daher herausgepickt.

BMW bringt’s

Stellt Euch vor, ihr wollt mit Eurem BMW i3 vom 14. in den 11. Bezirk von Wien. Mittendrin beschließt ihr, den Rest des Weges mit Bahn, Bus, zu Fuß oder Carsharing-Auto zurückzulegen.  Dann zeigt euch euer Smartphone schon jetzt (oder auch die Smartwatch) eine Liste mit Umstiegsoptionen für andere Verkehrsmittel inklusive des öffentlichen Verkehrs, damit ihr sicher und rechtzeitig ans Ziel und auch wieder zurück zum Fahrzeug kommt.

BMWi3

Nun hat die BMW i Connected Mobility u. a. auch eine Carfinder App integriert, mit deren Hilfe das Fahrzeug in großen Parkhäusern mit mehreren Stockwerken den exakten Abstellplatz erkennt.
Plus: Der vollautomatisierte Remote Valet Parking Assistant mit dem digitalen Lageplan eines Parkhauses wiederum kann den BMW i3 selbstständig und sicher zu einer freien Stellfläche fahren und dort abstellen. Möchte man wieder aufbrechen, ruft man das Fahrzeug zum Beispiel per Sprachbefehl über die Smartwatch, und der BMW i3 steht rechtzeitig wieder am Ausgang des Parkhauses zur Abfahrt bereit.

FORD parkt schmerzfrei

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Ford punktet mit Painless Parking – eine Smartphone-App gibt basierend auf GPS und der aktuellen Parkplatzsituation Auskunft, wo sich nahegelegene Parklücken befinden – und dem „Smart Mobility Plan“. Dabei werden weltweit 25 Mobilitäts-Experimente durchgeführt. Deren Ziel: unsere zukünftigen Lenkerinnen-Bedürfnisse so früh wie möglich zu erkennen, dafür Lösungen zu entwickeln und in der Praxis, zu prüfen, was tatsächlich funktioniert.
Beispielsweise das Projekt Dynamic Social Shuttle: Dieser neue On-Demand-Service ermöglicht bequeme, kostengünstige und energieeffiziente Mitfahrgelegenheiten. Sehr gefragt, denn eine von Ford gesponserte Umfrage hat ergeben:

  • 56 Prozent der Europäer würden Fahrgemeinschaften in Betracht ziehen
  • Carsharing kann bis zu 13 Fahrzeuge auf der Straße ersetzen
  • Staus in der Europäischen Union kosten jährlich rund 100 Mrd. Euro

CES 2015

VW erkennt Gesten

VW präsentiert u. a.  die intuitive Bedienung des Fahrzeugs. Das Auto passt sich dabei mehr denn je an den Menschen an, in dem es seine Bewegungen erkennt. Und zwar via Annäherungs- und Gestensteuerung.

Schon heute registrieren neuste VW-Infotainmentsysteme mittels Annäherungssensorik, wenn sich eine Hand nähert. Automatisch blendet das Display dann von einer rein informativen Ebene in ein weiter gefächertes Menü mit großen Bedienelementen über.
Im nächsten revolutionären Schritt wird dieses System die Gestik der Hand exakt registrieren und verstehen. Ohne den Touchscreen zu berühren ist es damit möglich, im realen Raum mit der Hand die Anzeigen und Elemente im virtuellen Raum zu steuern.  Komfort und Sicherheit sollen damit verbessert werden, da die Fahrerablenkung bei der Bedienung nochmals verringert werden kann.

Der neue Audi Q7

Audi hört aufs Wort

Beim neuen Audi TT und neuen Q7 muss man beispielsweise nur noch per Sprachsteuerung das Kommando eingeben: „Bring mich zum nächsten italienischen Restaurant“, und schon zeigt die Navigation die entsprechende Route an. Auf dem neuen MMI all-in-touch im großen SUV kann man scrollen und zoomen wie auf seinem Smartphone. Auf jede Eingabe folgt zusätzlich eine haptische Rückmeldung.

Mercedes-Benz S-Klasse, S 400 HYBRID (W 222) 2013

Mercedes fährt intelligent

Bei Mercedes verfügen die C-, E- und S-Klasse nicht nur über zahlreiche unterstützende Fahrerassistenzsysteme sondern auch teil-automatisierte Fahrfunktionen wie Stop&Go Pilot und Lenk-Assistent. Dieser ergänzt den Abstandsregeltempomat Distronic Plus, der dabei hilft, den gewünschten Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug einzuhalten. Der Lenk-Assistent hält durch gezielte Lenkeingriffe auf Kurs und verhindert, dass man ungewollt von der Fahrbahn abweicht.
Mercedes-Benz nennt diese innovative Kombination von Komfort- und Sicherheitssystemen „Intelligent Drive“. Dadurch ist teil-automatisiertes Fahren heute bereits Realität.

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