Wenn ein Auto als Kürzel GT hinter seinen eigentlichen Namen hängt, steckt für mich oft die Marke Angeber dahinter. Der menschliche Typ Kraftmeier, der breitbeinig rumstolziert und seine Arme wie in Gips verpackt vom Körper spreizt, um  Dimension und Ausmaß seiner Muskelmasse zu verdeutlichen.

Überaus überraschend daher, wenn so ein GT-Gefährte auf allzu auffälliges Gehabe verzichtet und dafür, seiner Nationalität entsprechend, lediglich wohltuend auf sein Äußeres achtet und dieses in geeignetem Rahmen zur Schau zu stellen vermag.

Schau-Plätze

Der adrette Franzose, bereits bekannt und nunmehr auftrainiert, wählte als erste Szenerie das Onyria Marinha mit Golf- und Spa-Angebot – einen schicken Schuppen in Cascais, einem ehemaligen portugiesischen Fischerdorf, das mittlerweile zu den elegantesten Reisezielen rund um Lissabon zählt – um sein neues Können unter Beweis zu stellen.
Bühne frei also für den sportlichen Bruder des Peugeot 308, den neuen 308 GT, den wir in verschiedenen Kulissen kennen lernen:

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Hübsch vorm Entrée platziert und auf weitläufigen Parkplätzen verteilt, verweilen die bunten Löwen à la GT. Strahlen schon im Ruhezustand Souveränität aus, sind sich ihres aparten und schlanken Auftritts bewusst.

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Cool am Pool räkeln sich – passend zum weißen Mobiliar in wunderbarem Weiß – die etwas weniger stark motorisierten Kollegen des 308 GT, die GT Liner. Wagonifizierter Charme, schmuck und schick.

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Wie Statuen zieren Peugeot 308, 508 und RCZ  in der GT-Line-Version den Hotelpark. Zum drumherumstreichen, unauffällig drüberstreicheln, bissl einstimmen auf die frühmorgendliche Testfahrt im  abwechslungsreichen Hinterland mit den kräftigeren GT-Gebrüdern.

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Im Frühtau zu Portugal

Vorm Morgengrauen graut mir meistens, ein sagenhaft-schöner Sonnenaufgang zaubert jedoch jegliche Müdigkeit weg …

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… und einen goldenen Teint ins an sich winterlichweiße, noch verschlafene Gesicht!

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Erstes Testtyp ist der dieselige 2.0 l Blue HDi 180 EAT6, mit 180 PS also, Automatik-Getriebe und ästhetisch-puristischer Chauffeusen-Kanzel. Lässig: das bereits bekannte kleine Lenkrad, das griffig Gokartmäßig in der Hand liegt. Logisch: die oberhalb und in Straßenblick-Richtung angeordneten Armaturen. Lauschig: das Panoramadach und  die Lederausstattung.

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Blendend

Am augenfällig sportlichsten ist des GTs Hinterteil, wiewohl sich die zwei Auspuffendrohre bei näherer Betrachtung als rein optische Applikation erweisen. Auch audiomäßig gibt’s Aufputz: Drückt man die Sporttaste, einen Schalter in der Mittelkonsole, reagiert der GT verschärft und bespielt seine Leistung mit synthetischem Sound  – quel Amuse-Oreille, wer’s mag.

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Gediegen geht auch. Das Stadtgebiet ist ebenfalls sein Revier, der 308 GT zieht auch hier durch unaufdringliche Präsenz den Blick auf sich.

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Gibt’s auch als Kombi

Mittagsrast ist im Dolce CampoReal-Resort, erneut eine feine Golf-Destination, nun wird die zweite Motorisierungsmöglichkeit erfahren, ein Benziner mit 250 PS und manueller Schaltung, diesmal in Kombivariante, der 308 GT SW.

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Nach Golfwiesen und Hügelland schlängeln und schlingen wir nun durch kleine Orte mit engen Gässchen …

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…in denen mit Blümchen behäkelte Bäume und malerische Kapellen als Fotohinter- und vordergrund die Blicke auf sich ziehen.

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Co-Driver Christoph Teufel, immer auf der Suche nach der passenden Perspektive, während ich mir in den kleinen Gasserln das Automatikgetriebe zurückwünsche.

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Erstes Resümée der portugiesischen Rundreise mit dem Peugeot 308 GT: ein ambitionierter und ästhetischer Alltagsgefährte, geräumig und gefällig in jedem Gebiet, der den dezenten Auftritt pflegt, sich auch vom Verbrauch kommod erweist, jedoch für Juchuu-Momente zwischendurch einige Bespaßungen bietet. (Fährt in Österreich ab März und 32.300,– Euro auf.)

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