237 PS, 500 Newtonmeter, Platz für eine Großfamilie samt Gepäck oder ein Büro auf Rädern. Die Mercedes-Benz V-Klasse 300d lang Avantgarde im Test.
Ich mag Autos, die mich überraschen. Dass muss nicht unbedingt irgendetwas Spektakuläres oder Neues sein. Manchmal reicht es schon, wenn ein Auto eine Eigenschaft hat, die man ihm auf den ersten Blick gar nicht zutraut. Bei der Mercedes-Benz V-Klasse 300d lang ist das ziemlich eindeutig die Kombination aus Raumangebot und Fahrspaß. Denn natürlich sind 5,14 Meter Länge kein Kleinwagenmaß. Die V-Klasse ist echt groß, fährt sich jedoch wie ein Kompakt-Pkw. Und sieht auch innen so aus. Genau das ist das Feine.

Das Cockpit: Chefinnensessel statt Fahrersitz
Vorne regiert seit dem Facelift sicher eines der schönsten und hochwertigsten Cockpits, das die V-Klasse bisher hatte: zwei 12,3-Zoll-Displays im Widescreen-Format. Instrumente und Infotainment also in einer durchgehenden digitalen Landschaft.

Zu bedienen entweder via Touchscreen (ein bissl weit weg für die Fahrerin), über das gute alte Touch-Pad (feiert hier ein Comeback, obwohl es aus aus vielen Modellen längst verschwunden ist) oder über das Lenkrad mit seinen Touch-Panels 
Dazu kabelloses Smartphone-Laden und 64-farbige Ambientebeleuchtung. Lautstärke und Klimatisierung und mehr lassen sich direkt bedienen. Ein klarer Pluspunkt, während der Fahrt möchte ich nicht auf dem Display nach der richtigen Funktion suchen.

Der Antrieb: 237 PS für einen Van? Unbedingt.
Unter der langen Haube werkt der stärkste Diesel der Baureihe: 237 PS, 500 Newtonmeter Drehmoment, angebunden an eine 9-Gang-Automatik mit echten Schaltwippen am Lenkrad.
Und ja: Die V-Klasse kann damit ziemlich flott. Für ein Diesel-Fahrzeug dieser Ausmaße fast schon unanständig flott. 7,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Das ist genau die Art von Leistung, die wir gerne in Anspruch nehmen, wenn hinten der autoaffine Nachwuchs sitzt (mittlerweile halt längst erwachsen) oder wir zu zweit durch die Gegend pledern wollen.
Drei Fahrmodi stehen zur Wahl: Comfort für die entspannte Gleiterei, Sport für den kleinen Moment Eigensinn, und Manuell für alle, die auch im Familienbus gern selbst schalten.
Ein echter Diesel, mit echtem Punch.
Schön, dass immer genug Kraft da ist, wenn frau sie will oder gar braucht.
Und wer Lust darauf hat, darf eben über die Schaltpaddles auch selbst eingreifen.

Das eigentliche Wohnzimmer ist hinten
Was die V-Klasse vorrangig auszeichnet, ist natürlich ihr Platz.
Bis zu acht Sitze, die sich verschieben lassen. Damit kann ich den Innenraum so gestalten, wie ich ihn gerade brauche. (Noch genialer wird’s dann im VLE!) Mehr Beinfreiheit für die Passagiere oder mehr Platz fürs Gepäck.
Und dann ist da noch das Panoramadach. Das reicht weit nach hinten und sorgt dafür, dass auch die dritte Reihe nicht zur dunklen Verbannungszone wird.
Ich finde ja gerade die dritte Reihe der V-Klasse bemerkenswert. Dort ist tatsächlich ganz normal Platz und wirkt durch die Höhe und das Panoramadach noch großzügiger.

Schiebetüren? Immer her damit.
Enge Parklücke? Kein Problem.
Kinder oder Erwachsene steigen hinten ein? Kein Problem.
Gepäck rein? Kein Problem. (Auch hinten nicht, dank separat zu öffnender Heckscheibe.)
Niemand muss in der V-Klasse beim Aus-oder Einsteigen darauf achten, ob nebenan gerade ein Auto steht. Für einen Bis-zu-Achtsitzer, in dem tatsächlich häufig mehrere Menschen unterwegs sind, ist das echt praktisch.

Plaaatz da
Selbst bei voller Besetzung muss bei unserem Modell nix daheim bleiben. Satte 755 Liter hinter der dritten Sitzreihe bis zur unteren Fensterkante, bis zum Dach 1.330. Die elektrische Heckklappe schwingt weit auf, drunter können auch sehr groß Gewachsene locker aufrecht stehen.
Fein: Die Ladekante ist nur 55 Zentimeter hoch.
Fährt sich leichter als gedacht

Autobahn-Etappen? Ein Fest.
Stadtverkehr? Machbar, mit etwas Weitblick beim Einparken bzw. Hilfe durch Kamera- und Assistenzsysteme.
Für wen sich die V-Klasse lohnt
Die V-Klasse ist sicher kein Auto fürs schmale Budget. Wer jedoch Platz für viele Menschen braucht und dabei nicht auf Motorleistung, Cockpit-Eleganz und echten Fahrkomfort verzichten will, findet hier ein Gesamtpaket, das seinen Preis mit Substanz rechtfertigt.
Kurz: Wer einmal Chefinnensessel gefahren ist, will nicht mehr raus.
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300 d
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Leistung
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174 kW (237 PS) | ||
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Getriebe Kategorie
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9G-Tronic | ||
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Hubraum
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1 950 cm3 | ||
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Energieverbrauch (kombiniert)
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7,2 l/100km | ||
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Höchstgeschwindigkeit
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220 km/h | ||
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CO₂-Emissionen (kombiniert)
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187 g/km |
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Beschleunigung 0-100 km/h
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7,9 s | ||
|---|---|---|---|
|
Höchstgeschwindigkeit
|
220 km/h | ||
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Antriebsart
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Allradantrieb | ||
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Länge
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5 140 mm | ||
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Breite (mit Spiegeln)
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2 249 mm | ||
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Breite (eingeklappte Außenspiegel)
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2 057 mm | ||
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Breite (ohne Außenspiegel)
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1 928 mm | ||
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Höhe
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1 901 mm | ||
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Wendekreis
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11,8 m | ||
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Kofferraumvolumen |
4 630 l | ||
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Gewicht
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Leergewicht (EU)
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2 299 kg | ||
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Zuladung (EU)
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726 kg | ||
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Zul. Gesamtgewicht (EU)
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3 100 kg | ||
FAQ – Häufig gestelle Fragen zur Mercedes-Benz V-Klasse
Wie viel PS hat die Mercedes-Benz V-Klasse? Der V-Klssse bietet Antriebe von 163, 190 oder 237 PS.
Wie viel verbraucht die V-Klasse 300d im Test? Der kombinierte Verbrauch lag bei uns bei 8,1 Litern auf 100 Kilometer. Der tatsächliche Verbrauch hängt von Geschwindigkeit, Beladung und Fahrweise ab.
Was kostet die Mercedes-Benz V-Klasse? Der Einstiegspreis liegt aktuell bei rund 72.000 Euro, für unser Testmodell mit allen Extras wie Airmatic, elektrische Schiebetüren und Heckklappe, AMG Line, Avantgarde Plus Paket oder Allrad muss man rund 145.000 hinblättern.













