Subaru ist Allradpionier und setzt in Zukunft auf Hybrid-Technik. Denn es drohen Flotten-CO2-Strafzahlungen, wenn der Verbrauch der Modelle nicht reduziert wird. Erste Auswirkung dieser Strategie ist der neue E-Boxer, der in dem neuen Forester und dem XV zum Einsatz kommt.

Text & Video: Michae Stenzel
Fotos: Subaru

Autofrau konnte den Subaru XV e-Boxer sowie den neu überarbeiteten Subaru Forester e-Boxer im verschneiten Gelände testen. Bei dem neuen Antrieb wird der bekannte zwei Liter Boxermotor mit 150 PS und 194 Newtonmeter maximalem Drehmoment um ein stufenloses CVT-Getriebe sowie um einen kleinen Elektromotor mit 16 PS und 66 Newtonmeter Drehmoment erweitert.

Vorteil für Stadtverkehr

Die 118-Volt-Lithium-Ionen-Batterie mit 13,5 kWh ist jeweils im Kofferraum unter dem Ladeboden verstaut. Die Teil-Elektrifizierung soll rund 10 Prozent Sprit einsparen.

Der e-Boxer kann zudem bis zu einer Geschwindigkeit von 40 km/h rund 1,6 Kilometer rein elektrisch zurücklegen, was vor allem im Stadtverkehr durchaus von Vorteil sein kann.

Gut fürs Gelände

Der Leistungszuwachs des Saugboxers ist mit gerade einmal 12 Kilowatt überschaubar, doch beim Anfahren und Beschleunigen steuert das Elektromodul einen entsprechenden Energieschub hinzu der bei unseren ersten Testfahrten deutlich spürbar war. Diese Elektromotorunterstützung kommt gerade beim Anfahren im Gelände sehr gelegen.

Hintergrund dieser Hybrid-Offensive bei Subaru sind kommende Flotten-CO2-Strafzahlungen. Kleinwagen und Elektromobile zur CO2-Kompensation gibt es bei diesen Japanern nicht,

also muss der Norm-CO2-Ausstoß der existierenden Modelle runter.

Den Normverbrauch zu drücken dazu hilft auch der kleine Elektromotor, der holt beim Bremsen Energie zurück – und der Benziner kann öfter stillstehen. Auf einem Display in der Mittelkonsole wird der momentane Energiefluss anschaulich dargestellt.

Subaru entwickelte dabei ein Mittelding zwischen den ganz kleinen Mildhybriden und den ausgewachsenen Vollhybriden mit schwerem Akku. Sowohl der XV als auch der neue Forester erhielten den Antrieb. Beide basieren auch auf der gleichen Bodenplatte.

Besseres Fahrgefühl beim neuen Forester

Der neue Subaru Forester ist mit 4,63 Metern gerade einmal 1,5 Zentimeter länger als sein Vorgänger, dafür ist er aber breiter und niedriger geworden. Im Vergleich zum Vorgänger ist die Karosserie deutlich steifer und das Gewicht wurde gleichmäßiger verteilt. Das sorgt für ein besseres Fahrgefühl. Das Fahrwerk mit Einzelradaufhängung vorn und Mehrlenkerachse hinten ist wie schon zuvor ausgewogen abgestimmt.

Die große Stärke bleibt der permanente, variable Allradantrieb nebst drei Fahrprogrammen, mit denen man auch im Gelände vor keine unlösbaren Aufgaben gestellt wird. Mit dabei an Bord sind wie im XV auch eine Berganfahrhilfe und eine Bergabfahrhilfe.

Den Subaru XV e-Boxer gibt es ab 31.990,- €, den Forester e-Boxer ab 36.990,- €.