Der Citroën Grand C4 Picasso im Autofrau-Test: Zu Besuch bei Walde und dem Bergdoktor – mit nur einer Tankfüllung!

Text: Margot Dihanits
Bild: Manfred Seidl

And we don‘t care about the young folks, talking ‘bout the young style, and we don‘t care …“ tönt es aus den sechs Lautsprechern des feschen Franzosen auf dem Weg zu unserem Skiurlaub nach Tirol. Fröhliche Urlaubsstimmung hat sich im Wageninneren breit gemacht und wir pfeifen und trällern mit Peter Bjorn And John um die Wette.

Mein Mann und ich haben jedoch nicht nur wegen des bevorstehenden Urlaubs Grund zum fröhlich sein – der C4 hat uns bereits beim Verladen von zwei Skiausrüstungen, zwei großen Reisetaschen, einem Rucksack und einer umfangreichen Fotoausrüstung entzückt. Durch einen kurzen Ruck am roten Band der drei großen hinteren Einzelsitze klappen die Rückenlehnen geräuschlos nach vorne und schon ersparen wir uns das mühevolle Montieren einer Skibox. Wir sind nur zu zweit und unser Gepäck verschwindet beinahe in dem unglaublich großen Kofferraum (645 bis 1.843 l Volumen) – da hätte ich ruhig auch noch mein altes Snowboard und die Langlaufski mitnehmen können!

Hoher Komfort & enorme Reichweite

Unser Testauto ist mit der „Feel Edition“ ausgestattet und wir genießen die Connecting Box (USB-Anschluss, Bluetooth-Freisprecheinrichtung), das Lederlenkrad, die 2-Zonen Klimaanlage, den 7-Zoll-Touchscreen, sowie den 12-Zoll-Panoramabildschirm, wenn es auch ein paar Kilometer braucht, bis man sich daran gewöhnt hat, die aktuellen Informationen aus einer anderen Blickrichtung als nach unten zu erhalten.

Sämtliche Bedienelemente für Navi, Heizung, Assistenzsysteme, Audiosystem sowie Internet und Telefon sind übersichtlich angeordnet und die Anwendung ist einfach und selbsterklärend – wer ein Smartphone bedienen kann, findet sich auch hier sofort zurecht.

Fast schon in Salzburg meldet das System, dass wir noch Diesel für weitere 700 Kilometer haben. Ich kann nur staunen und denke zuerst an einen Rechenfehler des Autos, doch ich irre mich gewaltig. Wir kommen 1.000 (!) km mit einem Tank und überlegen, ob wir unsere 14 Jahre alte Familienkutsche, die wir privat fahren, nicht doch bald einmal austauschen sollten …

Motor & More

Wir cruisen weiter gen Westen, und nach dem Verlassen der Autobahn beweist der Dieselmotor, dass seine 120 PS auch beim Überholen auf der Landstraße bei weitem ausreichen. Das knackige Sechs-Ganggetriebe mit Kulissenschaltungsfeeling ist eine nette Abwechslung zu den üblichen Automatikschaltungen in den Testautos.

Durch die weit nach hinten gezogene Windschutzscheibe stellt sich tatsächlich das beworbene „Loft Feeling“ ein und die schneebedeckten Gipfel der Tiroler Bergwelt schauen noch deutlicher zu uns herein.
Gemütlich wird es durch die gut gepolsterten Sitze, von denen ich mir am liebsten gleich einen ins Wohnzimmer stellen würde, den Relax-Beifahrersitz mit umklappbarer Lehne, Sitzheizung und verstellbarer Neigung der Sitzfläche sowie viel Raum in alle Richtungen.

Sucher & Finder

Wir wollen die letzten Sonnenstrahlen des Tages nützen um noch ein paar schöne Fotos vor der wunderbaren Kulisse des wilden Kaisers zu machen, denn die Wetterprognose für die nächsten Tage verheißt nichts Gutes. Schnell finden wir eine geeignete Location mit sich von Talschnee befreienden Weiden, Bauernhaus und weiß glitzernden Bergen.


Während mein Mann (=Fotograf) Blitzköpfe aufstellt, Stative in Position rückt, Objektive wechselt und den Fahrer eines Skibusses zu einer Zwangspause nötigt, lasse ich mich von einem interessierten Anrainer in die hohe Kunst des Naturbahnrodels einweihen.

Hans, ursprünglich angelockt durch die markanten Dachbögen und die neuen Rückleuchten mit 3D-Effekt des Picasso, weiß alles über diesen Sport! Nach einem Trockentrainig in seiner Garage laden wir eine seiner Profirodeln in unseren Kofferraum und starten noch zu einer lustigen Nachtrodelpartie mit kurzem Zwischenstopp vor der Ordination des Fernseh-Bergdoktors.

Gegen Mitternacht fallen wir todmüde in die Daunendecken und sind gar nicht mehr so traurig, dass für den nächsten Tag Museumswetter angesagt ist – Alfons Walde und Kitzbühel können es kaum mehr erwarten, Picasso kennenzulernen.

Kurz und bündig

  1. Was er ist und kann
    Ein großer, gemütlicher Van mit modernem Infotainment und neuester Sicherheitstechnik. Durch sein agiles Fahrverhalten und einer Fülle von Ausstattungen perfekt für komfortables Reisen mit der ganzen Familie.
  2. Was uns besonders gefällt
    die Klapptischchen und das großzügige Platzangebot im Fond

    – das Panorama-Glasdach
    – die komfortablen Sitze
    – die Möglichkeit, das Auto im Handumdrehen zu einem 7-Sitzer umzubauen (2 versenkbare Sitze im Kofferraum)
  3. Was wir gerne hätten
    – größere Schminkspiegel hinter den Sonnenblenden
  4. An der Zapfsäule
    Laut NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) 4,1 l und in unserem Test 5 l auf 100 km – das ist einfach sensationell!
  5. Alle detaillierten Infos über den Citroën Grand C4 Picasso findet Ihr hier.

Daten und Fakten

   
Citroën Grand C4 Picasso
Feel Edition BlueHDi 120 S&S
Getriebe 120 PS (88 kW)
Getriebe 6-Gang-Schaltgetriebe
Ø Verbrauch / CO2 4,0 l Benzin  / 106 g
Preis (Einstiegs-/Testmodell) € 22.250,– / € 31.587,–
 Steuer (in €, monatlich)  44,33
   

Best Song4Car von Peter Bjorn and John: Young folks lyrics