Mehr Raum, flexible Nutzungsmöglichkeiten und futuristisches Design machen den Kia PV5 zu einem der spannendsten Elektrofahrzeuge.

Hm.

Wann hast du das letzte Mal einen Kastenwagen gesehen und dir gedacht: „Wow, der sieht cool aus“?

Eben.

Tja, und dann rollt der neue Kia PV5 um die Ecke.

Kantig, futuristisch und irgendwie so, als wäre er direkt aus einer Netflix-Serie aus dem Jahr 2040 gefahren.

Willkommen in der PBV-Welt

Der Kia PV5 ist das erste Serienmodell der neuen PBV-Familie. PBV steht für „Platform Beyond Vehicle“.

Klingt zunächst nach Marketing-Abteilung auf drei Espressi. Tatsächlich steckt dahinter eine ziemlich spannende Idee: Fahrzeuge sollen künftig nicht mehr nur Fahrzeuge sein, sondern flexibel an unterschiedliche Bedürfnisse angepasst werden können.

Heute Handwerker. Morgen Shuttle. Übermorgen mobiles Büro. Und am Wochenende vielleicht sogar Camper.

Der PV5 ist also sozusagen ein Schweizer Taschenmesser auf Rädern. Nur größer. Und mit Ladebuchse statt Korkenzieher.

Außen kantig, innen wohnlich

Von außen wirkt der PV5 wie eine Mischung aus Concept Car, Lieferwagen und freundlichem Roboter. Die riesigen Fensterflächen sorgen für viel Licht, die kurze Front wirkt modern, die schwarzen Radhausverkleidungen verleihen ihm einen Hauch Abenteuerlust.

Innen tut sich ein kleines Kiaversum auf: Du steigst nicht ein, du spazierst beinahe hinein.

Auf gerade einmal 4,70 Meter Länge packt der PV5 fünf Sitzplätze und einen Kofferraum, der bis zur Sitzoberkante 1.330 Liter fasst. Klappst du die Rückbank um und lädst bis unters Dach, sind es 3.615 Liter.
Wer also öfter mit Kinderwagen, Hund und Wocheneinkauf gleichzeitig unterwegs ist, bekommt hier spürbar Stauraum fürs Geld.

Die Cargo-Version für Handwerk und Gewerbe legt noch eins drauf: 4.420 Liter Laderaumvolumen bei einer Zuladung von bis zu 795 Kilogramm.

Der PV5 soll sich an das Leben anpassen und nicht umgekehrt. Eine sympathische Idee. Das hier ist übrigens erst der Anfang der Familie. Ein PV7 und PV9 sollen folgen,

Fährt er sich auch so modern?

Ja. Trotz seiner Größe fährt sich der PV5 unkompliziert. Der tiefe Schwerpunkt der Batterie sorgt für ein stabiles Fahrgefühl, dazu eine leichtgängige Lenkung.

Im Stadtverkehr fühlt er sich deutlich handlicher an, als es seine Außenmaße vermuten lassen. Wer bisher Respekt vor größeren Fahrzeugen hatte, könnte hier seine Meinung ändern.

Die relevanten Eckdaten

  • Antrieb: vollelektrisch, Frontantrieb
  • Akku: 51,5 kWh oder 71,2 kWh
  • Leistung Basisversion: 89 kW/122 PS, 0–100 km/h in 12,8 s, bis 295 km WLTP
  • Leistung Long Range: 120 kW/163 PS, 0–100 km/h in 10,6 s, bis 412 km WLTP
  • Laden DC: bis 150 kW, 10–80 % in rund 30 Minuten
  • Kofferraum: 1.330–3.615 Liter (Passenger), bis 4.420 Liter (Cargo)
  • Garantie: 7 Jahre Fahrzeug, 8 Jahre Batterie
  • Preis Österreich: ab 38.190 €

Geladen wird an der Gleichstromsäule mit bis zu 150 kW. Praktisch für alle mit Sachbezugs-Kalkül: Der Wagen ist voll bidirektional vorbereitet – V2L, V2H und V2G sind ab der Earth-Ausstattung (Air, Earth, Earth Plus) mit an Bord. Kaffeemaschine oder E-Bike-Akku lassen sich direkt am Auto laden.

Pro & Contra: Ehrlich, wie es sich gehört

Das spricht für den Kia PV5:

  • Deutlich günstiger als deutsche Mitbewerber, bei mehr Kofferraumvolumen
  • mit dem großen Akku bis zu 412 km Reichweite, mehr als die Konkurrenz
  • Sieben Jahre Werksgarantie, acht Jahre auf die Batterie
  • Bidirektionales Laden (V2L, V2H, V2G) schon ab der mittleren Ausstattung
  • Extrem wendig für die Stadt

Das spricht dagegen:

  • Höchstgeschwindigkeit 135 km/h gedeckelt, für die Autobahn kein Sprinter
  • Basisversion mit kleinem Akku bleibt bei sehr überschaubaren maximalen 295 km Reichweite

Für wen passt er und für wen nicht?

Passt perfekt, wenn:

  • du ein Auto willst, das mehr kann als nur „von A nach B“
  • du Familie, Gewerbe oder beides unter einen Hut bringen musst
  • du bidirektionales Laden nicht als Buzzword, sondern als Feature siehst

Weniger ideal, wenn:

  • du auf der Autobahn gern mal Gas gibst (135 km/h ist Endstation)
  • Fahrkomfort auf Limousinen-Niveau ganz oben auf deiner Liste steht
  • du mit der kleinen Batterie auskommen musst, aber öfter Langstrecke fährst

Mein Fazit

Der Kia PV5 ist ein Fahrzeug für Menschen, die Möglichkeiten lieben. Für jene, die sich beim Auto eher fragen: „Was kann ich damit machen?“ statt „Wie schnell fährt er?“

Er zählt sicher zu einem der spannendsten Fahrzeuge der nächsten Jahre.Und wer weiß, vielleicht lachen wir in zehn Jahren darüber, dass wir Kastenwagen einmal langweilig fanden.

Der Kia PV5 ist jedenfalls der beste Beweis dafür, dass Nutzfahrzeuge ziemlich cool sein können.

FAQ – Häufige Fragen zum Kia PV5

Was ist der Kia PV5?
Der Kia PV5 ist das erste Modell der neuen PBV-Fahrzeugfamilie von Kia und basiert auf einer rein elektrischen Plattform.

Wofür steht PBV?
PBV bedeutet „Platform Beyond Vehicle“ und beschreibt ein flexibles Fahrzeugkonzept für unterschiedliche Einsatzzwecke.

Ist der Kia PV5 ein Transporter?
Je nach Ausführung kann er als Shuttle (Crew), Familienfahrzeug oder Nutzfahrzeug (Cargo) oder auch rollstuhlgerechtes Auto mit seitlicher Rampe (WAV) eingesetzt werden.

Ist der Kia PV5 elektrisch?
Ja, der PV5 wird ausschließlich mit Elektroantrieb angeboten.