Ein Offroad-Kombi, der Lust auf Abenteuer und Landpartien macht? Der alles hat, alles kann und damit weder protzt noch prahlt? Sondern einfach gut ist? – Der Subaru Outback.

Bild (alle in der Galerie): Manfred Seidl
Text (und die Laien-Fotos): Petra Mühr

Falls eine oder einer von Euch zu jener Katgeorie Autofahrer zählt, die dazu neigen,

  • nach einem Ampel-Stopp deutlich verzögert anzufahren
  • im Stau oder vor der roten Ampel aufs Handy zu schauen
  • bei Ampelrotphasen Nägel zu lackieren oder Krawatte zu binden …

… dann legen wir Euch ans Herz, Euch einen Subaru zuzulegen. Einen mit EyeSight-System.
Und weil wir gerade den Outback im Testfuhrpark haben, plädieren wir für ebenjenen, weil der Subaru Outback eine so herrlich gelungene Mischung in Sachen SUV-Platz-Familientauglichkeit-EinrichtigerMann-Vorausschauendes-Fahren ist.

Ja, das klingt jetzt nach ein bisserl viel, ist er aber auch.

Zuerst also alles immer im Blick

Wir Testfahrerinnen kennen das.
Dass das Auto sehr viel mehr und vor allem sehr viel früher sieht, als der gewöhnliche Lenker. Kein Wunder, mit all den Kameras und Sensoren, deren Aufgabe nichts anderes ist, als permanent die direkte und indirekte Umgebung zu scannen und die Ergebnisse ihrer Lenkerin mitzuteilen.
Haben mittlerweile auch viele Hersteller im Nicht-Premiumbereich.

Bei Subaru heißt dieses System also EyeSight, setzt sich zusammen aus Stereo-Kameras, die Distanzen und Winkel messen und so andere Verkehrsteilnehmer identifizieren und vor Kollisionen warnen, die Spurhaltung einmahnen oder auch eine Notbremsung aktivieren.

So weit, so gut (– und besonders, dass in Österreich EyeSight in jedem Outback serienmäßig an Bord ist!).

Aber.

Und.

Was ich bis dato noch nie erlebt, war eben dieses. Dass Dich Dein Outback auch stupst, wenn sich das Auto vor Dir in Bewegung setzt:

Das ist – wie oben erwähnt – nicht nur für die erwähnten Kategorien geeignet, sondern erspart Dir weiters wüste Hupkonzerte und Beschimpfungen, weil Du grad wieder einmal ein bisserl langsamer bist als der Rest der gestressten und getriebenen Welt.
Schmeck’s! – mit dem Outback!

Die Sache mit der Bestimmung

Der Outback ist, wie schon der Name verrät, weder unbedingt Stadtkutsche noch explizite Luxuslimo.
Vielmehr ein Auto wie ein guter Freund. Ein Kumpel. Der, auf den man sich in jeder Lebenslage verlassen kann.
Der Typ, der draußen in der Wildnis das Taschenveitl auspackt.
Oder auch die Kategorie Kerl, der Dir den (egal ob leichten oder schweren) Koffer ohne langes „Soll ich Dir helfen?“-Fragen einfach aus der Hand und über-nimmt.
Der Dich Frau sein lässt, ohne Dir Dein Freisein zu nehmen, sondern Dir gentleadventurerlike zur Seite steht.
Der nicht endlos – und mitunter durchaus gekonnt – schwafelt, sondern tut und handelt.

Cool. Ehrlich. Erdig. Lässig. Und irgendwie auch traditionell-klassisch, zumindest von der Anordnung der Armaturen und vom Innendesign mit Schwarz und Silber, Leder und Metall, her – was ich sehr mag und was das Zurechtfinden in den (alle 14 Tage wechselnden) diversen neuen Cockpits erleichtert.

Also hab’ ich ihn, den Subaru Outback, gleich mal für einen Ausflug ins Südburgenland gesattelt und gezäumt.

© Manfred Seidl

Ins Land einifahren

Und für diese Expedition in die Weingärten des Blaufränkischland war der Subaru Outback geradezu prädestiniert:
Ein bisserl höher sitzen, ein bisserl mehr Platz, auf der langen Autobahn überaus chillig dank seines adaptiven Abstands- und Geschwindigkeitsreglers, ordentlich geländegängig und dabei hübsch unauffällig, im Gehabe und Verbrauch, und zu alldem noch sehr fahrfreudig, um nicht zu schreiben: fahrbegeistert.
Weswegen ich die Schaltpaddles, die erfreulicherweise das Lenkrad zieren, kaum verwendet habe, weil er sofort und willig reagiert und schaltet, mit stimmigem Sound, feiner Straßenlage, in angenehmer Reaktion.

Mir als freiluftfreudiger Fahrerin kam er zudem mit einem Schiebedach entgegen (wobei ich ein Glaspanoramadach bevorzugen würde, weil’s einfach noch mehr Cabriofeeling macht), wodurch ich mit hier am Rande und zum Schluss als frischgewonnene Subaru-Fanin out(back)e.

Kurz und bündig

  1. Was er ist und kann
    Der geschätzt am meisten unterschätzte Crossover hierzulande. Kraftvoll. Leistungsstark. Innovationsheld, ohne Trendjunkie zu sein. Sicher. Souverän.
    Mehr Meister Proper denn Prahlhans.
    Mit gutem Motorensound, guter Straßenlage und der genau richtigen Reaktion all seiner Systeme auf die Wünsche der Fahrerin. Auf unspektakuläre Art ein auffallend guter Motorpartner.
  2. Was uns besonders gefällt
    –  das klassisch konzipierte Cockpit mit einem eben versenkten Display in der Mitte, das sowohl per Display-Touch als auch Knopferl-Push bedient werden kann

    – der X-Mode-Schalter (für souverän-sichere Fortbewegung im Gelände, mit Traktionskontrolle bis zu 40 km/h und  Bergabfahrhilfe bis zu 20 km/h)
    – die ausgezeichnete Rückfahrkamera
    – die großen und somit aussichtsreichen Seitenspiegel
    – die Garantien (3 Jahre oder 100.000 km, 12 Jahre gegen Durchrostung, 3 Jahre Subaru Mobilität, 3 Jahre gegen Oberflächenkorrosion)
  3.  Was wir gerne hätten
    – dass die Tasten für die automatisch zu öffnende Heckklappe sanfter gedrückt werden können
    – einen überzeugteren Rückwärtsgang. Beim Rückwärts-bergauf-Fahren wäre er ganz gern nach vorne gerollt, so ich ihm nicht in die Eisen gestiegen wäre
    – eine etwas weniger spartanische Ausstattung für die zweite Sitzreihe, in der nur Lüftung, aber nicht die Temperatur individuell einstellbar ist
  4. An der Zapfsäule
    laut NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) 6,1 Liter – wir kamen im Testzyklus auf 7,2 – sehr okay.
  5. Alle detaillierten Infos über den Subaru Outback findet Ihr hier.
SUBARU OUTBACK 2.0D Lineartronic CVT Exclusive
Leistung (Systemleistung)  150 PS / 110 kW
Getriebe

Automatikgetriebe mit 7-stufigem manuellem Modus

Ø Verbrauch / CO2  6,1 l  / 159 g
Preis (in €, Einstiegs-/Testmodell)  40.590,– / 45.990,–
Steuer (in €, monatlich) 60,36

Best Song4car, zum Träumen in den blaufränkischen Weinbergen und sonst auch: